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19. Oktober 2016

Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz: Dialog zwischen Russland und Deutschland gerade jetzt wichtig

9. Deutsch-Russische Rohstoffkonferenz vom 23. bis 25.11.2016 in Düsseldorf

München, 18. Oktober 2016. Das Präsidium des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums (DRRF), unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Töpfer und Dr. Edmund Stoiber, traf sich heute mit Gerhard Schröder, Bundeskanzler a. D., zu einem Gedankenaustausch über den aktuellen Stand der deutsch-russischen Beziehungen. Dem Präsidium gehören auch Prof. Dr. Horst Teltschik, Ulf Heitmüller (Vorstandsvorsitzender der VNG – Verbundnetz Gas AG) und Hans-Joachim Welsch (Vorsitzender des BDI-Rohstoff-ausschusses), an. Das Gespräch fand im Rahmen der Vorbereitungen für die 9. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz statt, die vom 23. bis 25. November in Düsseldorf stattfinden wird. Im Fokus standen die Möglichkeiten, mittels Dialoginstrumenten in den Bereichen Wissenschaft und Wirtschaft stabilisierend auf das deutsch-russische Verhältnis einzuwirken.

Dr. Edmund Stoiber erklärte im Anschluss an das Gespräch: „Trotz der unakzeptablen Vorgänge nicht zuletzt aktuell in Syrien gibt es zu einem kooperativen Verhältnis zwischen Deutschland und Russland langfristig keine Alternative. Beide Länder sind in besonderer Weise historisch und auch kulturell miteinander verbunden. Wir sollten daher gerade in schwierigen Zeiten den Dialog fördern, um die Brücken nicht abzureißen. Hierfür können gerade Dialogplattformen im Bereich Bildung und Wissenschaft positiv wirken, denn diese schaffen langfristige Kontakte. Die Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz in Düsseldorf wird hierzu einen sehr wichtigen Beitrag leisten.“

Auch Gerhard Schröder unterstrich die Bedeutung dialogorientierter Plattformen wie des DRRF: „Die gesellschaftlichen Verbindungen zwischen beiden Ländern müssen gerade jetzt aufrechterhalten und gestärkt werden. Ich begrüße es sehr, dass das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum insbesondere in den Bereichen Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft hierfür einen sehr wichtigen Beitrag leistet. Diese Kontakte sind unverzichtbarer Bestandteil der deutsch-russischen Beziehungen.“

Bei der 9. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz vom 23.-25. November 2016 in Düsseldorf werden mehr als 400 Teilnehmer erwartet, darunter Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel, der stellv. russische Ministerpräsident Arkadi Dworkowitsch, aber auch rund 150 Nachwuchswissenschaftler aus beiden Ländern.

Der deutsche Schirmherr des DRRF Prof. Dr. Klaus Töpfer äußerte hierzu: „Das Motto der deutsch-russischen Rohstoff-Konferenz „Rohstoffwirtschaft in Verantwortung für Klima und Umwelt“ soll auch verdeutlichen, dass eine erfolgreiche Umsetzung des Pariser Klimaabkommens eine noch stärkere Zusammenarbeit mit Russland erforderlich macht. Es wird vor allem eine Aufgabe der Generation sein, die jetzt ihre berufliche Karriere beginnt, im internationalen Austausch die konkreten Lösungen dafür weiterzuentwickeln. Ich freue mich daher, dass so viele junge Nachwuchswissenschaftler an der Konferenz teilnehmen.“ Der Umstand, dass Sigmar Gabriel und Arkadi Dworkowitsch ihre Teilnahme zugesagt haben, verdeutliche darüber hinaus, dass die Bedeutung dieses Aspekts auch von den Regierungen beider Länder erkannt wurde, so Töpfer weiter.

Das DRRF fördert seit 2006 intensiv den Dialog zwischen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auf der jährlich stattfindenden Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz. Hauptthemen der diesjährigen Konferenz sind die nachhaltige Entwicklung der Rohstoffwirtschaft, der Stand der deutsch-russischen Energie- und Rohstoffpartnerschaft sowie die deutsch-russische Hochschulzusammenarbeit im Bereich Energie und Rohstoffe. Zu den weiteren Referenten zählen u. a. Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes NRW, Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Ronald Pofalla, Vorsitzender des Petersburger Dialog e.V. sowie Prof. Wladimir Litvinenko, Rektor der Nationalen Universität für mineralische Ressourcen St. Petersburg.

Ausführlichere Informationen zum Programm und den Referenten der 9. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz finden Sie unter www.rohstoff-forum.org.

Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum:
Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum ist eine zentrale Dialogplattform zur Intensivierung der Rohstoffbeziehungen beider Länder. Es wurde im Jahr 2006 von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und der St. Petersburger Staatlichen Bergbauuniversität – den ältesten Montanhochschulen der Welt – gegründet. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nutzen die vom Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum durchgeführten Rohstoff-Konferenzen dazu, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und die Zukunft der deutsch-russischen Rohstoffpartnerschaft zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei unternehmerische Projekte, wissenschaftlich-technische Kooperationen sowie gemeinsame Strategien für Innovationen und Effizienz im Rohstoffsektor.

Konferenzen

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Initiatoren

TU Bergakademie Freiberg Nationale Universität für mineralische Ressourcen St. Petersburg