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24. November 2016

Deutsche und russische Meinungsführer setzen Zeichen für Dialog und Zusammenarbeit im Rohstoffbereich

Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz tagt unter dem Motto „Rohstoffwirtschaft in Verantwortung für Klima und Umwelt“

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Düsseldorf: „Deutschland und Russland sind – unter sehr unterschiedlichen politischen Bedingungen – seit den 1970er Jahren energiepolitisch enge Partner. Ich halte es für wichtig, dass – nicht nur, aber auch die Rohstoffbeziehungen - unter den derzeit eher schwierigen Rahmenbedingungen fortgesetzt werden. Russland ist ein wichtiger Rohstofflieferant und viele der Rohstoffe spielen eine wichtige Rolle für unsere Zukunftstechnologien und innovativen Produktionsprozesse“, betonte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in seiner Rede auf der 9. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz, die vom 23. bis 25 November 2016 in Düsseldorf stattfindet. Unter dem Motto „Rohstoffwirtschaft in Verantwortung für Klima und Umwelt“ tauschen sich fast 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu den Zukunftsthemen der Rohstoffwirtschaft aus. Damit bietet das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum (DRRF) eine wichtige Dialogplattform zwischen russischen und deutschen Meinungsführern in einer politisch anspruchsvollen Situation.

Prof. Dr. Klaus Töpfer, deutscher Schirmherr des DRRF, erklärte: „Beide Länder stehen vor enormen Herausforderungen. Die Zusagen aus dem Pariser Klimaabkommen, neue Technologien und die Digitalisierung werden unsere Energie- und Rohstoffpolitik nachhaltig verändern. Russland hat das Potenzial auch in Zukunft der wichtigste Rohstoffpartner Deutschlands zu bleiben. Im Interesse beider Länder wollen wir deshalb den Gesprächsfaden zwischen Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik nicht abreißen lassen.“

Auf der Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz werden auch in diesem Jahr wieder Fachthemen der Energie- und Rohstoffwirtschaft diskutiert. Inhalte sind unter anderem die nachhaltige Entwicklung der Rohstoffwirtschaft, die Energie- und Rohstoffpartnerschaft sowie die Hochschulzusammenarbeit im Bereich Energie und Rohstoffe beider Länder. „Mit fast 500 deutschen und russischen Teilnehmern trägt die Rohstoff-Konferenz zweifellos einen wichtigen Teil dazu bei, den Austausch zwischen unseren beiden Ländern zu intensivieren. Russland und Deutschland sind in besonderer Weise historisch und auch kulturell miteinander verbunden. Wir sollten daher gerade in schwierigen Zeiten den Dialog fördern, um die Brücken nicht abzureißen. Ich freue mich daher umso mehr, dass heute auch 150 junge Nachwuchswissenschaftler aus beiden Ländern gekommen sind, um miteinander zu diskutieren“, so Dr. Edmund Stoiber, Bayerischer Ministerpräsident a. D. und Mitglied des Präsidiums des DRRF.

Zu den Referenten zählen neben Sigmar Gabriel, Edmund Stoiber, Klaus Töpfer und Arkadi Dworkowitsch, auch Prof. Wladimir Litvinenko, Rektor der Nationalen Universität für mineralische Ressourcen St. Petersburg; Anatoli Yanowski, stellvertretender Energieminister der Russischen Föderation; Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes NRW; Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf; Ronald Pofalla, Vorsitzender des Petersburger Dialog e.V. und Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG – Verbundnetz Gas AG.

Ausführliche Informationen zum Programm und den Referenten der 9. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz finden Sie unter www.rohstoff-forum.org.

Deutsch-Russisches Rohstoff-Forum: Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum ist eine zentrale Dialogplattform zur Intensivierung der Rohstoffbeziehungen beider Länder. Es wurde im Jahr 2006 von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und der St. Petersburger Staatlichen Bergbauuniversität – den ältesten Montanhochschulen der Welt – gegründet. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nutzen die vom Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum durchgeführten Rohstoff-Konferenzen dazu, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und die Zukunft der deutsch-russischen Rohstoffpartnerschaft zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei unternehmerische Projekte, wissenschaftlich-technische Kooperationen sowie gemeinsame Strategien für Innovationen und Effizienz im Rohstoffsektor.

Konferenzen

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Initiatoren

TU Bergakademie Freiberg Nationale Universität für mineralische Ressourcen St. Petersburg