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Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum

Ein Dialog-Forum für Wissenschaft und Wirtschaft im Rohstoffbereich

Das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum ist eine Dialogplattform zur Intensivierung der Rohstoffbeziehungen beider Länder. Es wurde im Jahr 2006 am Rande des Petersburger Dialogs von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und dem St. Petersburger Staatlichen Bergbauinstitut (heute: Nationale Universität für mineralische Ressourcen „Gorny“– St. Petersburg), den ältesten Montanhochschulen der Welt, gegründet. Es steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehemaliger Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und Prof. Wladimir Litvinenko, Rektor der Nationalen Universität für Mineralische Ressourcen „Gorny“ St. Petersburg.

Die vom Deutsch-Russischen Rohstoff-Forum im jährlichen Wechsel in Deutschland und Russland veranstaltete Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz bringt Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft beider Länder zusammen. Die jährlich wachsende Beteiligung, die Initiierung von Kooperationsprojekten mit den russischen Regionen und die wachsende Rolle als Plattform für den Austausch wissenschaftlicher Fachkräfte haben die Rohstoff-Konferenz inzwischen zum wichtigsten Dialogforum beider Länder in diesem Bereich werden lassen.

Deutschland und Russland: eine Rohstoff- und Technologiepartnerschaft

Die Industrienation Deutschland ist bei Energierohstoffen und metallischen Rohstoffen in hohem Maße importabhängig. Zwar sind Rohstoffe global gesehen in ausreichendem Maße verfügbar. Sie sind aber selektiv verteilt und nur begrenzt zugänglich. Als Hochtechnologiestandort ist Deutschland auf eine sichere Rohstoffversorgung angewiesen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Die Russische Föderation ist ein Rohstoffgigant. Sie ist zweitgrößter Erdölproduzent der Welt und verfügt über rund 24 Prozent der weltweiten Erdgasreserven. Dazu lagern in Russland rund 15 Prozent der erkundeten Vorkommen metallischer Rohstoffe der Erde. Auch im Bereich der Hightech-Metalle, der Seltenen Erden und bei den für die Landwirtschaft so wichtigen Phosphaten hat Russland enorme Potenziale. Viele Rohstoffe liegen jedoch in unzugänglichen Regionen und können nur mit Hilfe modernster Technologien wirtschaftlich gefördert werden. Technologien die an den Montanhochschulen und von den Unternehmen in Deutschland entwickelt werden.

Auch die effektive und umweltschonende Verarbeitung, Nutzung und Wiederaufbereitung von Rohstoffen in Russland kann noch wesentlich weiterentwickelt werden. Auch hier ist Deutschland ein wichtiger Partner. Deutschland und Russland haben seit Jahrzehnten eine erfolgreiche und vertrauensvolle Partnerschaft im Bereich der Energiewirtschaft sowie eine jahrhundertealte Tradition der Zusammenarbeit in der Montanwissenschaft. Hierauf baut das Deutsch-Russische Rohstoff-Forum auf, um die vorhandenen gemeinsamen Potenziale noch besser zu nutzen und eine noch engere Partnerschaft beider Länder im Technologie- und Rohstoffsektor zu initiieren.

Konferenzen

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Einen Überblick über
die bisherigen
Rohstoff-Konferenzen erhalten Sie hier...

Initiatoren

TU Bergakademie Freiberg Nationale Universität für mineralische Ressourcen St. Petersburg